Antje Geiger

Logopädie & Kommunikation

Funktionale Stimmtherapie

http://www.besserreden.de/

LE

12 Stimmverlust nach Kehlkopfentfernung

Eine Laryngektomie ist die totale Entfernung des Kehlkopfes. Bei der operativen Entfernung des Kehlkopfes wird der Luftweg vom Speiseweg ge­trennt. Es wird ein dauerhaftes Tracheostoma angelegt. Die Atmung erfolgt über das Tracheostoma und nicht mehr über Nase oder Mund.

Ursachen

Folgen

Die Patienten sollten schon vor der Operation darauf vorbereitet werden, was die Ent­fer­nung des Kehlkopfes bedeutet und welche Möglichkeiten der Er­satz­stim­me es gibt.

Neben der Anbahnung der sogenannten Ruktusstimme (ein Ton der durch den Spei­se­röh­ren­mus­kel durch vorheriges Lufteindrücken erzeugt wird), wer­den im­mer häufiger Ventilprothesen ein­ge­setzt, welche das Sprechen mit der Lun­gen­luft ermöglichen. Ob bei einem Patienten diese Ventil­pro­these ein­ge­setzt werden kann hängt von Faktoren ab, die nur der Arzt beurteilen kann.

Ist es dem Patienten nicht möglich, eine Ersatzstimme durch den eigenen Kör­per zu erzeugen, so gibt es noch die Möglichkeit einer apparativen Sprech­hilfe.

Die Aufgabe der Logopäden an der Klinik ist es, im Vorfeld schon zu beraten und nach Mög­lich­keit auch die Angehörigen mit einzubeziehen.
Das Erlernen der Ersatzstimme wird nach der Operation in der Regel schon in der Kli­nik an­ge­bahnt. Dort wird auch der Kontakt zu Sozialarbeitern her­ge­stellt, wel­che bei den Themen der Anschlussheilbehandlung, Er­werbs­min­de­rung und be­ruf­li­cher Wiedereingliederung helfen können.
Meist findet dort auch der erste Kontakt zur Selbsthilfegruppe der Kehl­kopf­losen statt.
In der Logopädischen Praxis kann je nach Notwendigkeit die Ersatzstimme an­ge­bahnt und ge­fes­tigt oder der Umgang mit der Sprechhilfe trainiert werden. Da­ne­ben sind oft Bewegungs- und Atem­übun­gen angezeigt. Ein weiterer wich­ti­ger Be­reich ist das Training alltagsrelevanter Si­tua­tio­nen und die Be­glei­tung in den All­tag.

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